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Regionaler Fußball und lokale Unternehmen: Warum diese Partnerschaft oft besser funktioniert als gedacht

Regionale Fußballvereine und lokale Unternehmen passen oft besser zusammen als beide denken. Was eine gute regionale Sponsoring-Partnerschaft ausmacht und wie man sie aufbaut.

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Frederic Bauerfeindmatchright Team

Viele Fußballvereine schauen bei der Sponsorensuche zu weit. Sie wollen den regionalen Mittelständler mit 500 Mitarbeitern, den Autokonzern, die bekannte Marke. Den Bäcker um die Ecke, den Sanitätsbetrieb aus dem Gewerbegebiet, die Steuerberaterin mit eigenem Büro, die bedenken sie gar nicht erst.

Das ist ein Fehler. Und er kostet echte Sponsoring-Einnahmen.

Warum kleine Unternehmen oft die besseren Sponsoren sind

Ein kleines Unternehmen trifft Entscheidungen schnell. Es gibt keine drei Genehmigungsebenen, keinen globalen Marketing-Richtlinien-Abgleich, kein halbjähriges Budget-Review. Wer die richtige Person kennt, hat in einem Gespräch eine Entscheidung.

Außerdem: Kleine Unternehmen wollen in ihrer Region sichtbar sein. Nicht in ganz Deutschland, nicht bei einer abstrakten Zielgruppe. Genau dort, wo der Verein aktiv ist. Das ist eine natürliche Überschneidung, die man nur ansprechen muss.

Und schließlich: Kleine Unternehmen haben oft ein persönliches Verhältnis zum Verein. Der Inhaber war selbst Mitglied, seine Kinder spielen in der Jugend, er kennt den Vorstand. Diese Verbindung macht Gespräche einfacher und Partnerschaften stabiler.

Wie man lokale Unternehmen systematisch identifiziert

Es gibt einen einfachen Ausgangspunkt: den Einzugsbereich des Vereins.

Welche Unternehmen sind in diesem Gebiet aktiv? Wer schaltet Anzeigen in der Lokalzeitung? Wer ist im Gewerbe- oder Einzelhandelsverein? Wer sponsert bereits andere lokale Initiativen?

Diese Unternehmen sind keine Kaltakquise. Sie haben bereits ein Signal gegeben: Wir wollen in dieser Region sichtbar sein. Ein Fußballverein, der dieses Signal aufgreift und konkret macht, hat einen warmen Gesprächseinstieg.

Ein praktisches Werkzeug: Googlemaps-Suche im Vereinsumfeld nach Branchen, die zur eigenen Zielgruppe passen. Dreißig Minuten Recherche liefern eine Liste von zwanzig potenziellen Partnern.

Was eine gute regionale Partnerschaft ausmacht

Regionale Sponsoring-Partnerschaften funktionieren am besten, wenn sie sich wie eine Gemeinschaftsbeziehung anfühlen und nicht wie ein Werbedeal.

Was das bedeutet: Der Sponsor ist nicht nur Logo auf dem Trikot. Er ist eingeladen zu Spielen, er wird namentlich erwähnt, er ist Teil des Vereinslebens. Im Gegenzug empfiehlt er den Verein in seinem Netzwerk, erwähnt die Partnerschaft in seinen eigenen Kanälen, bringt seine Mitarbeitenden zu Veranstaltungen.

Das ist eine Partnerschaft, die sich für beide Seiten anfühlt wie Zugehörigkeit. Und Zugehörigkeit kündigt man nicht nach einer Saison.

Der Gesprächseinstieg, der funktioniert

Mit einem kleinen Unternehmen spricht man anders als mit einem Konzern.

Kein formelles Anschreiben mit PDF-Anhang. Stattdessen: persönlicher Kontakt. Beim nächsten Heimspiel, beim Gespräch an der Seitenlinie, über eine gemeinsame Bekanntschaft. "Ich wollte euch schon länger fragen, ob ihr Interesse an einer Zusammenarbeit habt. Ich hätte eine Idee, die gut zu euch passen könnte."

Wer das Gespräch persönlich beginnt und dann mit konkreten Zahlen und Ideen nachkommt, hat eine deutlich höhere Abschlusswahrscheinlichkeit als jede formelle Kaltanfrage.


matchright hilft dabei, auch lokale Unternehmen strukturiert zu finden und anzusprechen, auch wenn man selbst kein großes Netzwerk mitbringt.